Hallo Sylvia,

ich kam zu dir in großer Hoffnung und noch größerer Unsicherheit.

Ich glaube jeder Mensch, der sich etwas gebrochen hat, wie einen Fuß oder ein Bein, hat daraufhin einen Arzt besucht. Logischerweise heilt ein Bruch nicht von alleine und kein Mensch würde auf die Idee kommen, auf ärztliche Behandlung zu verzichten.

Doch wie ist es bei einem mentalen „Beinbruch“, der aus persönlichen, privaten oder beruflichen Hintergründen entsteht? Man lässt die Zeit vergehen in der Hoffnung, dass der „Vorfall“ von alleine heilt. Doch was passiert, wenn auch nach mehreren Wochen oder Jahren der mentale „Beinbruch“ nicht von alleine heilt?

An der Stelle war ich. Eine lange Zeit war vergangen, die mich unglaublich viel Kraft, Zeit und Energie gekostet hat, ohne dass ich alleine etwas dagegen machen konnte.

Das Thema ist, so denke ich, für viele schwierig, denn man kennt diese Situation nicht. Man kann damit nicht umgehen, selten mit anderen reden und weiß auch nicht so recht, wem man sich anvertrauen kann.

Zum Glück hab ich dich kennengelernt. Ich bin sehr beeindruckt, wie du methodisch und analytisch herausgefunden hast, was mich eigentlich bremst, ohne dass ich selbst wusste, woran es eigentlich liegt.

Es ist kaum zu glauben, dass ich das längst aufgegebene sogar mit neuer Stärke und einer Selbstverständlichkeit meistern kann.
Ich werde dir immer dankbar sein.

AG