Paar, welches offensichtlich auseinandertriftet
Angst in der Liebe trennt

 

6 Tipps um die Angst in der Liebe zu beenden

 

Verlustangst, Bindungsangst, Eifersucht, Ängste bei Liebeskummer oder bei einer Trennung – die Ängste rund um das Thema Liebe sind mannigfaltig.

Auch ließe sich hier jeder Überbegriff nochmal in facettenreiche Unterthemen aufspalten. Nehmen wir zum Beispiel die Verlustangst, können wir diese differenzieren in eine Angst vor dem Alleinsein, der Ablehnung, der Wahrheit, der emotionalen Abhängigkeit, etc. Im Coaching ist es deshalb wichtig zu erfassen, welche Aspekte für den Klienten, die Klientin die schwerwiegendsten sind.

 

Angst und Liebe schließen sich aus

Angst und Liebe schließen sich gegenseitig aus, denn wo Angst ist, ist keine Liebe und wo Liebe fließt, hat die Angst keine Chance. Wenn das mal nur so einfach wäre! Denn die Frau, die weinend vor mir sitzt und schluchzend beteuert, wie sehr sie ihren Mann liebt, will nichts davon hören, dass das suchtmäßige Durchforsten seines Handys nichts mit Liebe zu tun hat. Nur weil sie ihn so liebt, treibt es sie an, sein Smartphone zu durchstöbern, so ihre Begründung.

Doch Liebe ist ein Gefühl, eine Energie, die wir nicht geben oder bekommen, sondern nur spüren können. Liebe ist etwas, was wir in uns fühlen dürfen. Dieses Gefühl können wir aktiv wahrnehmen, indem wir etwas oder jemanden lieben – jedoch auch passiv, empfangend, indem wir uns geliebt fühlen. Sowohl im aktiven, als auch im passiven Liebemodus fühlen wir uns weit, hell, frei, warm, leicht, sprühend, etc. Empfinden wir jedoch Angst, fühlt es sich eher eng an, schwer, kurzatmig, kalt, dunkel und so manches Mal auch siedend heiß.

 

Angst ist immer eine Reaktion auf Gefahr

Ganz gleich, ob diese Gefahr wirklich oder nur eingebildet ist – die körperliche Reaktion ist dieselbe: alle unsere Zellen ziehen sich zusammen, machen sich bereit für Abwehr und Verteidigung. Und um uns verteidigen zu können, müssen wir wissen, was los ist, müssen die Situation kontrollieren. Nur dann sind wir vermeintlich in der Lage, zu agieren. Und schon werden die WhatsApps auf dem Handy durchsucht.

In wirklich lebensbedrohlichen Situationen ist Angst durchaus angebracht. Genauso wie die Kinderlein der Angst, nämlich Misstrauen, Mangel, Schuld, Recht haben wollen, Bedürftigkeit, Zweifel, etc. in gewissen Lebenssituationen ebenfalls angemessen sind.

Sich zugewandtes Paar, welches miteinander spricht
Reden hilft gegen die Angst in der Liebe

 

6 Tipps gegen die Angst in der Liebe

1.) Vergeben Sie sich selbst – und dem anderen

Keiner von uns ist frei von Fehlern. Jeder strauchelt mal oder kommt vom Weg ab. Sich selbst gegenüber nachsichtiger zu sein, bewirkt meist, dass wir auch unserem Partner gegenüber milder sein können. Vergebung macht Unrecht nicht zu Recht und es rechtfertigt auch nicht. Jedoch kann man Vergebung als eine Art geistige und körperliche Entgiftung sehen, denn mit unseren negativen Gedanken und Gefühlen belasten wir uns selbst am meisten.

2.) Seien Sie dankbar

Es gibt viele Gründe für Dankbarkeit in Liebesbeziehungen. Der erste ist der, dass es da einen anderen Menschen gibt, der mit Ihnen zusammen sein will. Bestimmt finden Sie noch viele andere Anlässe, für die Sie dankbar sein können.

3.) Wertschätzen Sie sich und Ihren Partner

Zugewandt, freundlich, interessiert, offen – all dies sind Eigenschaften, die einem anderen Menschen Ihre Wertschätzung zeigen. Wenn Sie diese noch mit Respekt, Wohlwollen Aufmerksamkeit und Freundlichkeit verbinden, fühlt sich die andere Person geachtet und respektiert. Selbstverständlich sollten Sie sich dies auch selbst geben.

4.) Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Tun und Lassen

Verantwortung zu übernehmen bedeutet, sich zu verpflichten, für die möglichen Folgen des eigenen Handelns einzustehen und gegebenenfalls dafür auch Rechenschaft abzulegen. Die „Schuld“ beim anderen zu suchen, ist das genaue Gegenteil davon. Gleichzeitig sind Sie durch diese Selbstverantwortung in der Lage, Situationen auch selbstverantwortlich zu verändern. Während dies nicht möglich ist, wenn Sie einem anderen die „Schuld“ geben. Dann wäre der andere am Schalthebel und Sie das „arme Opfer“.

Aus Liebe zu dir selbst und ein kleine Blüte des Tränenden Herzens
Angst und Liebe schließen sich aus

5.) Reden Sie mit Ihrem Partner und zeigen Sie Verständnis

Wir alle sind aus unserer Kindheit geprägt und haben uns Abwehrmechanismen und Schutzschilde antrainiert, die im Erwachsenenalter oftmals nicht mehr hilfreich sind. In ruhigen und harmonischen Phasen der Partnerschaft sich über kommunikative Strategien auszutauschen, ist deshalb sehr hilfreich. Wenn Sie von sich wissen, dass dieses oder jenes Argument Ihres Partners Sie immer wieder triggert, dann sprechen Sie das an. Zeigen Sie Verständnis für sich und Ihre Schutzmechanismus und auch für die Ihres Partners.

5.) Akzeptieren Sie das, was ist

Dieser Tipp meint nicht, dass Sie einfach alles hinnehmen sollen. Doch das, was jetzt gerade so ist, wie es ist, gilt es im ersten Schritt zu akzeptieren, anstatt dagegen anzukämpfen. Dadurch verschleudern Sie keine Energie in einem sinnlosen Kampf. Die eingesparte Energie kann Ihnen dazu verhelfen, sich im nächsten Schritt aus einer misslichen Lage zu befreien. Manche Dinge sind auch unabänderbar. Dann entscheiden Sie, ob Sie um der Liebe willen, diese akzeptieren wollen.

6.) Geben Sie sich hin

Hingabe ist immer bedingungslos. Die Energie der Liebe ebenso. Sich bedingungslos der Liebe hinzugeben ist das Annehmen dessen, was ist und war und es einfach so sein zu lassen. Lassen Sie jeglichen Widerstand los. Wenn Sie in Kontakt mit Ihrer Seele und Ihrem Herzen sind, können Sie den Mut aufbringen, diesen Weg zu gehen.

Alle diese Tipps, sind Impulse für einen Weg, den es sich lohnt zu gehen. Nicht immer ist dieser Weg einfach. Oft kommt es zu Rückschritten und zwar immer dann, wenn die Angst sich breit macht. Doch Angst war noch nie ein guter Ratgeber. Wollen Sie angstfrei Ihre Liebe leben, dann nehmen Sie in Kauf, dass Sie immer wieder an sich arbeiten dürfen. Viel Freude dabei!

Herzlichst
Sylvia Bieber

 

Über die Autorin: Sylvia Bieber

Meine Mission ist Ihre Selbstkompetenz!

Ich liebe es, wenn Klienten nach einem Coaching mit Sätzen wie: „Ich kann das“, „ich mach das“, „ich traue es mir zu“, meine Praxis verlassen und sich selbstbestimmt und unabhängig fühlen.
Gerne helfe ich auch Ihnen, sollten Sie sich frustriert, machtlos oder angstvoll fühlen. Ich zeige Ihnen, wie Sie da ändern können – und Ihre Lebensfreude kehrt zurück.

 

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