Mit prozessorientierter Innenweltarbeit lassen sich Ängste erkennen und überwinden

Seit 1994 arbeitet Sylvia Bieber in Aschaffenburg als Lebensberaterin und Spiritueller MentalCoach in selbständiger Praxis.  Sie hat ein umfangreiches Wissen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten, so dass sie mit ihren Klienten sehr individuell arbeiten kann. Ihre grundlegende Haltung dabei ist Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, denn sie geht davon aus, dass die Klienten die für sie beste Lösung selber wissen, bzw. entwickeln können. Sie hilft lediglich bei dieser Entwicklung.

Um auch von der unbewussten Ebene der Klienten Informationen zu der jeweiligen Problematik zu erhalten, nutzt sie häufig symbolhafte Übungen, wie z.B. das Malen von Bildern oder auch Assoziationen zu vorgelegten Wort- oder Bildkarten. Auch in den Interventionen geht sie gerne auf die Unterbewusstseinsebene, um den Klienten Veränderungen, die ihnen angemessen erscheinen, vornehmen zu lassen. Dies geschieht unter anderem während prozessorientierter Innenweltreisen. Da die Klienten mit diesen Methoden sehr gute Fortschritte erzielen, bietet Frau Bieber diese Arbeit auch als Ausbildung an. Vom 21. – 27. März 2013 findet die achte Ausbildung in Prozessorientierter Innenweltarbeit in Bad Zwesten statt.

An einem Klientenbeispiel verdeutlicht die Fachfrau diese effektive Methode: Eine 52 jährige Klientin, getrennt lebend mit zwei erwachsene Töchtern, kommt mit der Problematik, dass sie ihre geplante Selbständigkeit nicht auf die Füße bringt. Sie war vor 20 Jahren schon einmal als Kosmetikerin selbstständig und auch recht erfolgreich, doch jetzt hat sie einfach nicht genug Mut und Durchsetzungskraft, um es wieder zu schaffen. Sie kann sich auch nicht entscheiden, mit welchen Dienstleistungen sie sich hauptsächlich identifizieren soll. Kosmetik, Farb- und Stilberatung, Wellnessmassagen, Nageldesign – all dies kann sie, weiß aber nicht, wie sie damit nach außen auftreten soll. Ein Existenzgründungsseminar hat sie schon besucht und ist daraufhin nur noch verwirrter. Körperlich plagen sie im Moment Rückenschmerzen und immer wieder Atemprobleme, ein Gefühl von „ich bekomme keine Luft“.

In der darauf folgenden Sitzung plane ich eine prozessorientiertere Innenweltreise mit der Klientin durchzuführen. Nach einer kurzen Entspannungseinleitung führe ich sie in ihrer Fantasie in eine Kapelle, in der sie sich die Menschen vorstellen soll, die ihre Zaghaftigkeit im Laufe ihrer Entwicklung mitverursacht haben. Doch statt Menschen taucht eine „dunkle, sich drehende Schwere“ auf, die sie total ängstigt und ihr Luft, Raum und Licht nimmt und sich wie ein Alp auf ihre Brust setzt. Dieses Gefühl kennt sie aus Kindheitsträumen, aus denen sie immer schreiend erwacht ist. Nun kann sie sich dieser Angst in sicherem Rahmen stellen. Ich animiere sie, hinzuschauen, das Angstmachende anzusprechen und ihm Fragen zu stellen. Auch reinzuspüren, was ihr helfen kann. Vertrauen in mich selbst, ist ihre Antwort. Dieses Vertrauen kann sie schließlich als Wärme in ihrer Brust fühlen. Zur Unterstützung dieses Gefühles lasse ich sie die Farbe Rot visualisieren. Diese atmet sie ein und lässt sie dahin fließen, wo sie gebraucht wird. Daraufhin wird die „dunkle Schwere“ kleiner, versucht sich zu verstecken und löst sich schließlich ganz auf.

Im Nachgespräch kann sie erkennen, weshalb so viele Widerstände gegen die Selbständigkeit da waren. Mit dem nun integrierten Vertrauen gelingt es ihr immer leichter, Entscheidungen anzugehen, anstatt fünfunzwanzig mal hin und her zu überlegen, um dann doch nicht loszumarschieren. Beruflich hat sie sich nun eine Wellness-Oase eingerichtet und ist mit sich sehr zufrieden.