Wir sind süchtig nach Zielen, weil wir verlernt haben, Wege zu gehen, Wege wirklich zu gehen. Ich muss oft an die Geschichte von dem Indianer denken, der zum ersten Mal in seinem Leben mit dem Auto fuhr und der nach einer Weile auf freier Strecke aussteigen wollte, weil er auf seine Seele warten musste, die noch nicht nachgekommen war… Kopfschüttelnd fuhr der Autofahrer weiter…
Ich glaube, dass auch wir immer wieder ein solches Warten auf unsere Seele nötig haben. Weil wir solche Bedürfnisse für verrückt halten oder nicht mehr spüren, zwingen uns Krankheiten manchmal zum Innehalten, zum Warten auf unsere Seele. Aber wir lassen uns die Symptome der Krankheit wegmachen und bekämpfen damit weiter das Leben in uns und um uns, hasten weiter unseren Zielen nach und vergessen Wege, vergessen Wege zu gehen, vergessen das Leben in uns und um uns.
Dann kann es irgendwann einmal sein, dass wir von einer Krankheit bedroht sind, die den Tod zur Folge haben kann. Krankheiten weisen Wege, die nicht vorgebahnt, glatt und eben sind. Auch die Erde ist durch unsere Sucht nach Zielen vom Tod bedroht. Halten wir inne, spüren wir uns und die Erde! Auch ihre Krankheiten weisen uns Wege, Wege die nicht eingefahren, glatt und eben sind, aber lebendig.

(Autor: unbekannt)

Unser Tipp für Sie: Halten Sie inne. Finden Sie Ihren ureigenen Weg. Finden Sie Ihre Geschwindigkeit. Lassen Sie nicht zu, dass Sie zurückblicken und sagen müssen: „Ach hätte ich doch damals nur……“ Nehmen Sie sich täglich einige Minuten für sich, damit Sie sich in dieser Zeit darüber klarwerden, ob Sie noch auf Ihrem ganz eigenen Weg sind.