Spirituelles MentalCoaching ebnet den Weg

Über Erfolg oder Misserfolg wird häufig im Kopf entschieden. Dabei kann jeder seine Erfolge steigern, wenn er sich der Bedeutung mentaler Techniken bewusst wird und lernt, damit umzugehen. Mentaltraining hat nichts mit Zauberei oder Psychotricks zu tun, sondern mit kontinuierlicher Arbeit an verschiedenen Aspekten wie zum Beispiel dem Umgang mit Entspannung, mit Anerkennung und Fehlschlägen oder dem Setzen von eindeutigen Zielen. Sylvia Bieber, Spiritueller MentalCoach, verdeutlicht dies am Beispiel einer Klientin, die Hilfe suchte, weil ihre Leistungen beim Tennis plötzlich rapide einbrachen und ihre Mannschaft laut darüber nachdachte, sie zu ersetzen.

Nach einer eingehenden rein kognitiven Ist-Situationsanalyse legte ich meiner Klientin die Lenormand-Karten um auch Informationen aus ihrem Unbewussten zu erhalten. Das Kartenbild zeigte ganz klar eine Blockade im Kopf und eine Unsicherheit im Selbstwertgefühl. Außerdem lagen in den Karten im Unterbewusstsein Zweifel bezüglich ihrer Beziehung, die im Zusammenhang mit einem Elternthema standen. Überhaupt lag die Beziehung sehr mit Angst belegt da. Dies lies ich Frau R. zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wissen, sondern ich sprach erst mal die anderen Punkte an. Zu all meinen Ausführungen hörte ich von Frau R. immer wieder: „Ja genau, so ist es, so fühle ich, so wirkt es sich auf dem Tennisplatz aus. Ich bin ganz verzweifelt, weil meine Sportkolleginnen keine Geduld mehr mit mir haben und ich das Team doch brauche.“

Diese Aussage machte mich stutzig. Mit den Freunden Spaß haben, mit ihnen plaudern, tanzen oder essen gehen ist das Eine. Aber sie brauchen? Was meinte sie damit? Vor allem, weil die Freunde im Kartenbild als „falsche Freunde“ lagen. Also fragte ich entsprechend weiter und erfuhr, dass seitdem eine „jüngere, langhaarige Blondine“ neu ins Team aufgenommen wurde, ihr Spiel plötzlich schlechter wurde. Auch an diesem Punkt hakte ich ein und fragte nach ihren Gedanken bezüglich dieser Frau. Endlich konnte sie erzählen, endlich hörte ihr jemand zu, der sie zu verstehen schien! „Diese Frau benimmt sich unmöglich. Sie schminkt sich sehr auffällig und hat auf dem Platz die kürzesten Röckchen an, die man sich vorstellen kann. Wenn Sie lacht, dann so laut, dass alle zu ihr hinsehen müssen. Unsere Männer buhlen darum, nach dem Spiel mit ihr an der Bar zu stehen und jedem macht sie schöne Augen. Das Spiel ist ihr gar nicht wichtig. Sie spielt auch nicht wirklich gut, aber keiner nimmt es ihr übel. Mir hält jeder einen Ballverlust vor, obwohl die anderen ja auch mal daneben schlagen. Diese Frau benimmt sich einfach unmöglich und das ärgert mich. Doch wenn ich etwas sage, schauen mich die anderen nur verständnislos an. Ich verstehe gar nicht, dass die nicht bemerken, wie sie von der Neuen ausgebootet werden. Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock, dass die nur im Verein ist, um sich einen Mann zu angeln. Und meiner reagiert auch noch auf die schönen Augen, die sie ihm macht.“

Aha, da lag der Haase im Pfeffer. Frau R. hatte Angst, dass ihr Mann auf die Avancen der jüngeren Tennisspielerin einging. Nun konnte ich auch die Angst bezüglich der Beziehung ansprechen, konnte ihr spiegeln, was in ihr vorging, wie sie sich wohl fühlte. Ich sagte zu ihr: „Sie haben Bedenken, dass ihr Mann dem Flirten dieser Frau nachgibt? Sie fühlen sich wahrscheinlich von ihm ignoriert oder weniger beachtet, oder“? Wie aus der Pistole geschossen kamen die Ja’s auf meine Äußerungen. Und plötzlich fing sie an zu weinen, schluchzte und war kaum noch zu verstehen, als sie anfing, aus ihrer Kindheit zu erzählen. „Mein Papa hat meine Mama verlassen, als ich elf Jahre alt war. Er hatte zwei Jahre lang eine Freundin, die auch eine Freundin meiner Mutter war. Sie waren zusammen im selben Gesangverein. Alle wussten von dieser Affäre, aber niemand hat meiner Mutter etwas gesagt. Ich glaube, meine Mutter wusste es eigentlich auch, aber sie hat damals die Augen vor den Tatsachen verschlossen, weil sie sonst eine Entscheidung hätte treffen müssen, vor der sie Angst hatte. Das müssen sie sich mal vorstellen, diese Frau ging jahrelang bei uns aus und ein! Sie hat alle Geburtstage in unserer Familie mitgefeiert, meiner Mutter Geschenke gebracht und sie dabei permanent angelogen und betrogen. Ich habe Angst, dass mir in meiner Ehe etwas Ähnliches passiert.“

An diesem Punkt machte ich Frau R. klar, dass sie mit diesen Ängsten Mentaltraining betreibt, welches allerdings in die falsche Richtung zielt. Denn ihre Angst zieht genau die Situationen an, die sie eigentlich nicht will. Ein geistiges Gesetz lautet: Aufmerksamkeit verstärkt, Nichtbeachtung befreit. Da Frau R. Tennisspielerin ist und vordergründig auch wegen ihrer Misserfolge in diesem Sport von mir Karten gelegt haben wollte, erklärte ich ihr wie mentales Training in diesem Bereich eingesetzt wird, um Erfolge zu erzielen.

Das aus dem lateinischen kommende Wort „mentalis“ bedeutet soviel wie „geistig, in der Vorstellung vorhanden“. Davon ausgehend können wir also pauschal sagen, dass wir mit Mentaltraining unsere Gedanken und Vorstellungen nutzen, um unser bewusstes und unbewusstes Handeln zu beeinflussen. Entspannung ist maßgeblich dafür, in eine andere Bewusstseinsebene vorzudringen. In die Ebene der Bilderwelt und der Visionen.

Schon Georg Bernard Shaw sagte: „Die Vorstellungskraft ist der Anfang der Schöpfung. Man stellt sich vor, was man will; man will, was man sich vorstellt; und am Ende erschafft man, was man will.“

Die Vorstellung ist es also, die Tennisspieler einsetzen können, um ihr Match im Geiste durchzuspielen. Sie sehen den perfekten und kraftvollen Aufschlag. Wie in einem Film können sie beobachten, wie sie den Ball optimal treffen. Sie hören den Ton, wenn der Ball auf die Mitte des Schlägerkopfes trifft, können spüren, wie der Schläger fest in der Hand liegt. Den Ball im optimalen Treffpunkt beschleunigen oder einen gefühlvollen Stopp spielen – all das ist in der Vorstellung möglich. Sie können selbst die Sonne auf der Haut spüren, das trockene Gefühl im Mund vielleicht wahrnehmen, und das Jubeln der Zuschauer beim „ausgemalten“ Matchgewinn ganz deutlich hören.

Frau R. konnte anhand dieses Beispieles sehr gut nachvollziehen, was ich meinte. Sie sagte sofort: „Oh Gott, ich stelle mir jeden Abend vor dem Schlafengehen vor, wie mein Mann mit dieser Frau im Arm durch unsere Stadt läuft. Ich sehe sie miteinander schmusen und höre, wie sie sich Koseworte ins Ohr flüstern. Dabei fühle ich mich total besch….. und möchte die Szenen gerne stoppen. Aber es geht nicht! Immer wieder habe ich diese Bilder vor Augen und male mir in den buntesten Farben aus, was alles Schlimmes geschieht. Damit tue ich ja wirklich alles, damit diese Situationen eintreten. Das muss unbedingt aufhören. Das darf ich nicht weiter so zulassen. Was kann ich dagegen tun?“

Schön, dass Frau R. so schnell den Mechanismus durchschaute. Nun war es aber auch wichtig, dass sie erkannte, dass die auslösenden Faktoren ihres Denkkarussells die Erlebnisse aus ihrer Kindheit waren. Die damalige Situation hatte sich tief in ihr eingeprägt, war als verkrustete Wunde immer noch vorhanden. Die Seele wollte diese Erlebnisse heilen und gab ihr mit der aktuellen Konstellation die Gelegenheit dazu. Wenn sie nun aus ihrem Erwachsenen-Ich reagieren könnte, statt aus dem Kind-Ich, hätte sie gute Chancen, das alte Trauma zu erlösen. Auch diese Erklärungen verstand Frau R. sofort. Sie wollte nun aber wissen, was sie konkret tun könne.

Daraufhin erhielt sie von mir folgende Empfehlungen:

1. „Finden sie Ihren persönlichen Weg körperlich, seelisch und geistig zu entspannen.“

2. „Sie erleben, was sie denken. Holen sie sich deshalb positive Erlebnisse mit ihrem Mann in Erinnerung. Achten sie bei allem was sie tun auf Ihre Gedanken. Denken sie an ihre Ziele und fühlen sie die Freude, die Befriedigung, die sich einstellt, wenn sie sich für deren Erreichung entscheiden. Wenn die alten Bilder in ihnen auftauchen, lassen sie vor ihrem geistigen Auge ein Stoppschild entstehen und sagen sie auch innerlich sofort STOPP!“

3. Ihr Ziel vor Augen, konzentrieren sie sich immer wieder darauf, es auch zu erreichen. Durch die Bündelung ihrer gesamten Energie auf einen Gedanken, hat dieser viel mehr Kraft und Intensität, als wenn ihre Gedanken ständig herumschwirren und sich in Nichtigkeiten und Negativem verlieren.

4. „Da unser Unterbewusstsein in Bildern „denkt“, bekommt es über die Vorstellung reichlich Nahrung. Die Gedanken bekommen dadurch quasi „ein Gesicht“ und prägen sich schneller ins Unterbewusstsein ein. Dieses wird nun alles tun, damit ihre Vorstellung Wirklichkeit werden kann.“

Beim nächsten Telefongespräch, vier Wochen später, erzählte mir eine sehr positiv gestimmte Klientin von ihren ersten Erfolgen. Durch die Bündelung neuer Gedanken in die Richtung ihrer Ziele – eine harmonische Partnerschaft und Freude am Tennisspiel – erlebte sie immer häufiger nette Überraschungen. So erlebte sie ihren Mann plötzlich viel aufmerksamer ihr gegenüber und ihr Spiel war wieder konzentrierter und deshalb auch erfolgreicher als vorher. Die junge Sportkollegin konnte sie plötzlich als die erkennen, die sie wohl immer schon war, nämlich fröhlich, locker und einfach umwerfend ansteckend in ihrer guten Laune. Es gelang ihr nun sogar, sich von dieser Freude am Leben anstecken zu lassen, was wiederum dazu führte, dass ihr Mann sie öfter in den Arm nahm und ihr sagte, wie sehr er genau das an ihr möge.

Frau R. war nun überzeugt davon, ihre Schöpferkraft weiterhin bewusst einsetzen zu können um ihr Leben selbstbewusst zu gestalten.