Es war einmal ein Steinhauer, der es leid war, in der brütend heißen Sonne Steine aus dem Berg zu hauen.

“Es ist so schrecklich mühselig Steine zu hauen, und diese Sonne! Wie gern würde ich den Platz mit ihr dort oben am Himmel tauschen und so allmächtig sein wie sie”, sagte der Steinhauer laut zu sich.

Auf wundersame Weise erfüllte sich sein Wunsch, und er wurde zur Sonne. Freudig sandte er seine Strahlen hinab, musste jedoch rasch erkennen, dass sie von den Wolken abprallten.

“Was nutzt es, die Sonne zu sein, wenn die Wolken meine Strahlen aufzuhalten vermögen?”, klagte er.
Und so wurde er eine Wolke, flog über der Welt dahin, regnete auf sie hinab und wurde schließlich vom Wind zerfetzt und verweht.

“Ah, der Wind kann also die Wolken verwehen, so muss er wohl das stärkste Element sein. Ich möchte der Wind sein.”
Und er wurde zum Wind. Er wehte und blies und toste. Doch eines Tages verwehrte ihm eine hohe Wand den Weg. Es war ein Berg.

“Was nutzt es, der Wind zu sein, wenn ein Berg mich aufhalten kann?” So wurde er ein Berg.
Doch alsbald spürte er etwas an ihm hämmern. Es war ein Steinhauer…

(Verfasser unbekannt; Quelle: www.gefuehle-zeigen-erlaubt.de)

Unser Tipp für Sie: Der Steinhauer musste all diese Stationen durchlaufen, um am Ende tief in sich selbst zu wissen, wer er ist. Erlauben auch Sie sich Ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen. Schaffen Sie sich Möglichkeiten, Spuren zu hinterlassen, die sich auf Sie selbst beziehen. Gewähren Sie sich das Recht jederzeit umzukehren, abzubiegen, im Kreis zu laufen, zu springen, zu rennen oder stehen zu bleiben. Gerne helfen wir Ihnen dabei.